Vita 2018-08-17T22:22:38+00:00

VITA

Ich habe mich lange und immer wieder mit den Fragen beschäftigt, warum tragen wir so schwer an unseren Konflikten und was macht es uns so kompliziert, miteinander ins Gespräch zu kommen, uns „richtig“ zu verständigen.

Da wollte ich genauer hinschauen. So bin ich Mediatorin geworden. Aus meiner Neugierde wurde Leidenschaft. Und ich bin begeistert, was ich in meiner Ausbildung zur Mediatiorin erfahren und kennenlernen durfte. Seither brennt ein Feuer in mir. Ich möchte helfen, Konflikte zu verstehen. Das Mediationsverfahren ist für mich eine der besten Methoden, um Konflikte erfolgreich zu lösen. Dass die Erfolgsquoten einer Mediation bei 80 Prozent liegen, wundert mich nicht.

Hauptberuflich arbeite ich als Sachbearbeiterin im Öffentlichen Dienst.

Mein zweiter Beruf ist Mediatorin. Aus Berufung.

1965 in Mainz geboren bin ich mit meinem Bruder zusammen in einem liebevollen und behüteten Zuhause aufgewachsen. Meine Eltern, die den Krieg noch leibhaftig miterleben mussten, haben meinen Weg geprägt, auf Sicherheit zu bauen und einen Beruf im öffentlichen Dienst anzustreben.
So ist es dann auch gekommen. Nach meiner Ausbildung zur Bürokauffrau arbeitete ich noch einige Jahre zunächst im öffentlichen Dienst und anschließend bei einem Finanzdienstleister.

Dann erfüllte ich mir meinen größten Wunsch und gründete mit meinem damaligen Mann eine Familie. Unsere beiden Söhne sind nun bereits erwachsen und in jedem einzelnen Moment, in dem ich an sie denke, bin ich erfüllt mit Freude und Stolz.

Mittlerweile arbeite ich seit über zwanzig Jahren im öffentlichen Dienst, der mir immer auch Rückhalt und Sicherheit gegeben hat. Daneben bin und war ich in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv.

In der Spannbreite meiner beruflichen und privaten Aktivitäten lernte ich die unterschiedlichsten Charaktere und neben der Freude mit der Sache und den Menschen auch viele unterschiedliche Konflikte kennen. Größere und kleinere Konflikte gab und gibt es also auch bei mir, wie bei jedem anderen Menschen, der im sozialen Geflecht unserer Gesellschaft steht.

Durch meine Ausbildung zur Mediatorin habe ich vor allem eines gelernt: Dass wir uns nicht immer selbst den Schuh anziehen müssen, wenn wir in einem Konflikt sind. Und dass wir keine Angst vor ihm haben müssen. Oftmals sind es Missverständnisse und Verletzungen, andere Wertvorstellungen, differenzierte Denkweisen und vor allem die unterschiedliche Vergangenheit, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Viele von uns haben nicht das Handwerkzeug, manchmal auch nicht den Mut, einfache Konflikte zu klären.

Heute bin ich froh, über das Handwerkzeug einer Mediatorin zu verfügen. Dies ist für mich zwar nicht immer der Schlüssel zum privaten Erfolg und auch ich habe traurige Momente. Dennoch gibt es mir Kraft und inneren Frieden, wenn ich mich daran erinnere, dass manche Veränderungen einfach ein wenig mehr Zeit brauchen, bis sie durch den Prozess der positiven Weiterentwicklung gegangen sind.